Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre (Qualitätspakt Lehre)

Der Qualitätspakt Lehre ist die dritte Säule des Hochschulpakts 2020. Mit dem Ziel, die Betreuung der Studierenden und die Lehrqualität in der Breite der Hochschullandschaft zu verbessern und die Erfolge der Studienreform zu sichern, beschlossen am 10. Juni 2010 Bund und Länder das Programm. Es soll insbesondere eine intensivere Betreuung und Beratung der Studierenden ermöglicht werden, um zu besseren Studienbedingungen, mehr Lehrqualität und höheren Abschlussquoten an Hochschulen beizutragen. Insbesondere in stark belasteten Fächern soll zusätzliches qualifiziertes Personal kapazitätsneutral für Lehre, Betreuung und Beratung finanziert werden. Der Bund stellt hierfür rund zwei Mrd. Euro bereit. Die Sitzländer der Hochschulen stellen die Gesamtfinanzierung sicher.

An den beiden wettbewerblichen Antragsrunden 2011 und 2012 haben sich mehr als 90 % der staatlichen Hochschulen mit einem Konzept für gute Lehre beteiligt. Insgesamt gefördert werden 186 Hochschulen aus allen Ländern, von der forschungsstarken Volluniversität bis zur regional orientierten Fachhochschule. Die geförderten Maßnahmen wurden zunächst für fünf Jahre bis 2016 bewilligt und umfassen ein breites Spektrum: von zusätzlichen Professuren, wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Tutorinnen und Tutoren sowie Mentorinnen und Mentoren über neue Qualifizierungsangebote und Beratungsmöglichkeiten bis hin zu innovativen Studienmodellen und dem Ausbau von E-Learning-Angeboten.

In der zweiten Förderperiode fördern Bund und Länder Fortsetzungsanträge auf Grundlage von Zwischenbegutachtungen der bisher geförderten Maßnahmen. Antragsberechtigt waren die 186 Hochschulen aus allen 16 Ländern, die bereits in der ersten Förderperiode erfolgreich waren und seit 2011/2012 gefördert werden. 180 Hochschulen haben einen Fortsetzungsantrag für 155 Einzelvorhaben sowie 19 Verbundvorhaben gestellt. Davon wurden in einem wissenschaftsgeleiteten Begutachtungsverfahren 156 Hochschulen zur Förderung ausgewählt: 71 Universitäten, 61 Fachhochschulen sowie 24 Kunst- und Musikhochschulen aus allen Ländern. Sie haben mit bereits erfolgreich umgesetzten Maßnahmen sowie daran anschließenden Konzepten für weitere Verbesserungen der Personalausstattung, der Qualifizierung des Personals und einer qualitätsorientierten Lehre das Auswahlgremium überzeugt und erhalten von 2016 bis 2020 rund 820 Millionen Euro Fördermittel für 122 Einzelvorhaben und 15 Verbundanträge mehrerer Hochschulen.

Eine unabhängige programmbegleitende Evaluation wird die Wirkungen des Förderprogramms auf Studienbedingungen und Lehrsituation bewerten. Sie hat Ende 2013 einen ersten Zwischenbericht vorgelegt.

 

Zur Homepage des Programms: www.qualitaetspakt-lehre.de

Zum Herunterladen:

Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern gemäß Artikel 91b Abs. 1 Nr. 2 GG über ein gemeinsames Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre vom 18. Oktober 2010: PDF-Datei

Richtlinien des BMBF zur Umsetzung des gemeinsamen Programms des Bundes und der Länder für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre vom 10. November 2010 (Förderbekanntmachung): PDF-Datei