Europäisierung und Internationalisierung im deutschen Wissenschaftssystem

Europäisierung und Internationalisierung prägen die deutsche Forschungslandschaft immer stärker. Mittel aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm machen einen zunehmenden Anteil der Drittmittel aus, die von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie von Unternehmen eingeworben werden. Die Anzahl von Kooperationen und gemeinsamen Forschungsprojekten mit ausländischen Einrichtungen steigt. Und immer mehr Personal in Forschung und Entwicklung in Deutschland kommt aus dem Ausland.

Eine starke und vielfältige nationale Forschungslandschaft ist notwendig, damit sich die deutsche Forschung international erfolgreich einbringen kann. Gleichzeitig ist eine Europäisierung und Internationalisierung der nationalen wissenschaftlichen Institutionen und Programme sowie der Wissenschaftspolitik unabdingbar, um der zunehmenden Globalisierung der Forschungsräume Rechnung zu tragen.

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz befasst sich seit Beginn ihres Bestehens mit Fragen der internationalen und europäischen Dimension von Wissenschaft und Forschung. In Gremien wie dem Arbeitskreis Europa der GWK tauschen sich die Fachressorts von Bund und Ländern regelmäßig über aktuelle Entwicklungen aus. Im jährlichen Monitoring-Bericht zum Pakt für Forschung und Innovation berichten die geförderten Wissenschafts- und Forschungsorganisationen über ihre internationalen und europäischen Aktivitäten sowie über ihre Erfolge im europäischen Wettbewerb um Forschungsmittel.

In der GWK-Sitzung am 12. April 2013 haben sich die Wissenschaftsminister und -ministerinnen von Bund und Ländern auf eine Strategie für die Internationalisierung der Hochschulen in Deutschland verständigt. Das entsprechende Strategiepapier ist hier abrufbar:PDF-Datei