Gemeinsame Berufungen von wissenschaftlichem Leitungspersonal durch Hochschulen und außerhochschulische Forschungseinrichtungen

Gemeinsame Berufungen ermöglichen in besonderer Weise die Vernetzung der hochschulischen mit der außerhochschulischen Forschung. Dies hat positive Effekte insbesondere auf die wissenschaftliche Exzellenz der beteiligten Hochschulen und Forschungseinrichtungen, auf die Promotions- und Nachwuchsförderung sowie auf die Entwicklung regionaler Kompetenznetzwerke und Cluster.

Gemeinsame Berufungen liegen im Interesse sowohl der Hochschule als auch der Forschungseinrichtung: Die Hochschule gewinnt hochspezialisierte Hochschullehrer, die oftmals besondere Masterstudiengänge oder spezialisierte Graduiertenschulen erst ermöglichen, Zugang zu speziellen Forschungsressourcen, bspw. technischen Geräten oder bestimmten Objektsammlungen, hochkarätige wissenschaftliche Expertise, die zur Schärfung des Forschungsprofils der Hochschule beitragen kann. Die außerhochschulischen Forschungseinrichtungen erlangen über das Instrument der Gemeinsamen Berufungen Zugang zum wissenschaftlichen Nachwuchs und ermöglichen ihrem eigenen wissenschaftlichen Personal – auch im Hinblick auf dessen wissenschaftliche Weiterqualifikation – die Beteiligung an der hochschulischen Lehre.

Die GWK hat in einem Bericht die weit verbreiteten Grundmodelle Gemeinsamer Berufungen skizziert und häufig auftretende dienst-, besoldungs- und versorgungsrechtliche Aspekte erörtert. Ferner gibt sie Hinweise, wie die Hochschule und die Forschungseinrichtung vorgehen können, wenn eine ursprünglich durch eine Gemeinsame Berufung vereinbarte Kooperation sich nicht so fortsetzen lässt wie ursprünglich vorgesehen. Der Bericht umfasst auch ein Muster für eine Kooperationsvereinbarung zwischen einer Hochschule und einer außerhochschulischen Forschungseinrichtung zum Zwecke Gemeinsamer Berufung ergänzt.

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GWK-Heft 37: Gemeinsame Berufungen von leitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern durch Hochschulen und außeruniversitäre Einrichtungen, Bericht und Empfehlungen - Fortschreibung, Bonn 2014, ISBN 978-3-942342-25-4 PDF-Datei