Die Innovative Hochschule

Liste der in der ersten Auswahlrunde geförderten Vorhaben (4. Juli 2017): PDF-Datei

 

Am 16. Juni 2016 haben die Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern auf Vorschlag der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) das Programm zur Förderung des forschungsbasierten Idee-, Wissens- und Technologietransfers an deutschen Hochschulen beschlossen.

Die Förderinitiative soll insbesondere Fachhochschulen sowie kleine und mittlere Universitäten in Fällen überregionaler Bedeutung im Leistungsbereich des forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfers stärken, die regionale Verankerung von Hochschulen unterstützen und einen Beitrag zu Innovation in Wirtschaft und Gesellschaft leisten. Sie nimmt damit die „dritte Mission“ der Hochschulen im Wissensdreieck – Bildung, Forschung und Innovation – in den Blick. Hochschulen soll ermöglicht werden, ihre Rolle als Innovationspole mit regionaler und überregionaler Ausstrahlung weiter auszubauen. Dabei soll der Transfer von Forschungsergebnissen aus allen Wissenschaftsdisziplinen zum Nutzen von Wirtschaft und Gesellschaft gestärkt werden.

Die „Innovative Hochschule“ soll für Hochschulen die Möglichkeit schaffen, ihr Profil im Ideen-, Wissens- und Technologietransfer strategisch weiterzuentwickeln und umzusetzen. Sie soll die Hochschulen darin unterstützen, ihre Transferstrukturen zu optimieren, deren Vernetzung mit dem regionalen Umfeld zu stärken, bereits etablierte Instrumente für den Ideen-, Wissens- und Technologietransfer strategisch auszurichten sowie insbesondere innovative und sichtbare Aktivitäten der Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gesellschaft auf- bzw. auszubauen.

Wesentliche Kernpunkte der Förderinitiative sind:

  • Die Förderinitiative ist mit 550 Millionen Euro für zehn Jahre dotiert. Die Fördermittel werden jeweils im Verhältnis 90:10 vom Bund und vom jeweiligen Sitzland getragen. Darin enthalten ist eine Projektpauschale für Hochschulen von 22 Prozent zur Deckung der mit der Förderung verbundenen indirekten Ausgaben.
  • Mindestens die Hälfte der Fördersumme und mindestens die Hälfte der ausgewählten Förderfälle müssen auf Fachhochschulen oder Verbünde unter Koordination einer Fachhochschule entfallen.
  • Programmziele sind:
    o Stärkung der strategischen Rolle der Hochschulen im regionalen Innovationssystem
    o Unterstützung von Hochschulen, die bereits über eine kohärente Strategie für ihre Interaktion mit Wirtschaft und Gesellschaft sowie Strukturen und Erfahrungen im Ideen-, Wissens- und Technologietransfer verfügen, in der Profilierung im Ideen-, Wissens- und Technologietransfer der gesamten Hochschule oder in ausgewählten thematischen Bereichen der Hochschule
  • Mit der Förderinitiative wird zur Umsetzung dieser Ziele der strategische Auf- und Ausbau der Kooperation von Hochschulen mit der Wirtschaft und anderen gesellschaftlichen Akteuren in Verbünden, Netzwerken und in innovativen Formen angestrebt.
  • Die Vereinbarung ist bis zum Jahr 2027 geschlossen. Im Jahr 2016 wird die Förderinitiative ausgeschrieben, der Förderbeginn startet 2018.
  • Die Anträge der Hochschulen werden in einem wissenschaftsgeleiteten Auswahlverfahren in zwei Auswahlrunden entschieden. Dazu wurde ein Auswahlgremium aus Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gebildet. Auch Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und der Länder sind Mitglieder dieses Auswahlgremiums. Das Auswahlgremium besteht aus folgenden Mitgliedern:
    o Prof. Dr. Christine Böckelmann, Hochschule Luzern
    o Prof. em. Dr. Klaus Niederdrenk, Fachhochschule Münster
    o Prof. Dr. Dierk Raabe, MPI Eisenforschung/RWTH Aachen
    o Prof. Dr. Peter Seitz, ETH Zürich
    o Dr. Andrea-Rosalinde Hofer, OECD
    o Claudia Leitzmann, Landesnetzwerk bürgerschaftliches Engagement Bayern
    o Prof. Dr. Dr. Volker Mosbrugger, Senckenberg-Gesellschaft/Universität Frankfurt/M.
    o Dr. Wolfgang, Rohe, Stiftung Mercator
    o Andreas Clausen, Beiersdorf AG
    o Marion Gottschalk, Ille Papier GmbH
    o Dr. Monika Lessl, Bayer AG
    o MinDir Matthias Graf von Kielmansegg, Bundesministerium für Bildung und Forschung
    o MinR'in Kathrin Meyer, Bundesministerium für Bildung und Forschung
    o MinDir Dr. Johannes Eberle, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
    o Maria Bering, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin
    o MinDir Carsten Feller, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
    o MinDir'in Dr. Susanne Reichrath, Staatskanzlei des Saarlandes

 

Das unabhängige Auswahlgremium der Förderinitiative „Innovative Hochschule“ hat in einem expertengeleiteten Wettbewerbsverfahren 48 Hochschulen in 19 Einzel- und 10 Verbundvorhaben zur Förderung ausgewählt. Darunter sind 35 Fachhochschulen, 1 Kunst- und Musikhochschule sowie 12 Universitäten und Pädagogische Hochschulen. Die Gewinner der ersten Auswahlrunde wurden am 4. Juli 2017 bekannt gegeben. Der Beginn der Förderung ist für Anfang 2018 geplant.

 

Zum Herunterladen

Bund-Länder-Vereinbarung zur Förderung des forschungsorientierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfers an deutschen Hochschulen – „Innovative Hochschule“ PDF-Datei

Grundsatzbeschluss der Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern für eine neue Bund-Länder-Initiative (Nachfolge Exzellenz-Initiative) vom 11. Dezember 2014 PDF-Datei

Liste der in der ersten Auswahlrunde geförderten Vorhaben (4. Juli 2017): PDF-Datei