Professorinnenprogramm

Um Frauen in ihrer wissenschaftlichen Karriere zu unterstützen und ihren Anteil an Professuren an deutschen Hochschulen zu steigern, verabschiedeten Bund und Länder am 19. November 2007 die Bund-Länder-Vereinbarung zum Professorinnenprogramm.

Berufen Hochschulen zum ersten Mal in deren Karriere eine Frau unbefristet auf eine W2 oder W3 Professur, können sie für bis zu fünf Jahre eine Anschubfinanzierung von bis zu 150.000 Euro jährlich erhalten. Für die Förderung müssen Hochschulen ihr Gleichstellungskonzept einreichen, welches von einem Begutachtungsgremium bewertet wird.

In der ersten Phase des Programms wurden 260 Professorinnen berufen. 2013 hat nach einer erfolgreichen Evaluation die zweite Förderphase des Professorinnenprogramms begonnen. 184 Hochschulen haben sich in den Jahren 2013 und 2014 dafür beworben; 147 Hochschulen wurden positiv bewertet.

Bis 2017 stehen dafür – wie auch für die erste Phase des Programms – 150 Mio. Euro zur Verfügung, die Bund und Länder jeweils zur Hälfte finanzieren.

Im Jahr 2016 findet erneut eine Evaluation des Programms statt. Dabei wird bewertet, ob sich die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualitätsstufen im Wissenschaftssystem verbessert hat und ob die Anzahl der Wissenschaftlerinnen in Spitzenfunktionen gestiegen ist. Die GWK überprüft im Jahr 2017 auf dieser Grundlage das Programm und entscheidet über dessen Fortsetzung.

Zum Herunterladen

Bund-Länder-Vereinbarung über die Fortsetzung des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen (Professorinnenprogramm II) vom 29. Juni 2012 PDF-Datei

Bund-Länder-Vereinbarung über das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen vom 10. März 2008 PDF-Datei