Qualitätspakt Lehre und Innovation in der Hochschullehre

Qualitätspakt Lehre

Mit dem Qualitätspakt Lehre (Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre) werden Hochschulen aus ganz Deutschland dabei unterstützt, die Betreuung der Studierenden und die Qualität der Lehre zu verbessern. Ziele des Programms sind eine bessere Personalausstattung von Hochschulen, ihre Unterstützung bei der Qualifizierung und Weiterqualifizierung ihres Personals sowie die Sicherung und Weiterentwicklung einer qualitativ hochwertigen Hochschullehre. Der Qualitätspakt Lehre ist ein wichtiger Impulsgeber für die Wertschätzung und Verankerung guter Lehre an den Hochschulen. Zwischen 2011 und 2020 stellt der Bund rund zwei Mrd. Euro für diese Aufgabe zur Verfügung, die Länder stellen die Gesamtfinanzierung sicher.

In den beiden wettbewerblichen Antragsrunden 2011 und 2012 wurden insgesamt 186 Hochschulen aller Hochschularten, von der forschungsstarken Volluniversität bis zur regional orientierten Fachhochschule, in allen 16 Ländern gefördert. Es haben sich mehr als 90 % der antragsberechtigten Hochschulen mit einem Konzept für gute Lehre beteiligt. Die geförderten Maßnahmen umfassen ein breites Spektrum: von zusätzlichen Professuren, wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Tutorinnen und Tutoren sowie Mentorinnen und Mentoren über neue Qualifizierungsangebote und Beratungsmöglichkeiten bis hin zu innovativen Studienmodellen und dem Ausbau von E-Learning-Angeboten.

Die Förderung war den Hochschulen zunächst bis 2016 zugesagt. Im Jahr 2015 wurde über eine Anschlussförderung bis Ende 2020 auf der Grundlage von Zwischenbegutachtungen entschieden. In der zweiten Förderphase fördern Bund und Länder auf Grundlage dieser Zwischenbegutachtungen Fortsetzungsanträge der bisher geförderten Maßnahmen. Antragsberechtigt waren die 186 Hochschulen, die bereits in der ersten Förderperiode erfolgreich waren. 180 Hochschulen haben einen Fortsetzungsantrag für 155 Einzelvorhaben sowie 19 Verbundvorhaben gestellt. Davon wurden in einem wissenschaftsgeleiteten Begutachtungsverfahren 156 Hochschulen zur Förderung ausgewählt: 71 Universitäten, 61 Fachhochschulen sowie 24 Kunst- und Musikhochschulen aus allen Ländern. Sie haben mit bereits erfolgreich umgesetzten Maßnahmen sowie daran anschließenden Konzepten für weitere Verbesserungen der Personalausstattung, der Qualifizierung des Personals und einer qualitätsorientierten Lehre das Auswahlgremium überzeugt und erhalten von 2016 bis 2020 rund 820 Mio. Euro.

Eine unabhängige Evaluation bewertet programmbegleitend die Wirkungen des Förderprogramms auf Studienbedingungen und Lehrsituation.

Zur Homepage des Programms: www.qualitaetspakt-lehre.de

 

Innovation in der Hochschullehre: dauerhafte Förderung zur Weiterentwicklung der Hochschullehre

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat am 3. Mai 2019 die neue Bund-Länder-Vereinbarung „Innovation in der Hochschullehre“ verabschiedet. Wichtige Ziele der Vereinbarung sind die Förderung der Weiterentwicklung der Hochschullehre sowie ihre Stärkung im Hochschulsystem insgesamt. Vorgesehen ist die dauerhafte Einrichtung einer – rechtlich nicht selbständigen – Organisationseinheit unter dem Dach einer bestehenden Institution. Sie soll durch entsprechende Förderformate Anreize für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sowie für Hochschulleitungen setzen, sich weiterhin verstärkt für Qualitätsverbesserungen in Studium und Lehre einzusetzen und den Austausch und die Vernetzung relevanter Akteure unterstützen. Dadurch wird die deutsche Hochschullandschaft in ihrer Breite adressiert und kontinuierlich die Erneuerungsfähigkeit der Hochschullehre gestärkt.
 
Bund und Länder stellen jährlich bis zu 150 Mio. Euro zur Förderung der Innovation in der Hochschullehre bereit. Die Finanzierung erfolgt in den Jahren 2021 bis 2023 durch den Bund und ab 2024 gemeinsam, wobei der Bund 110 Mio. Euro und die Länder 40 Mio. Euro jährlich aufbringen werden. 

Mit dieser Vereinbarung setzen Bund und Länder ihre insbesondere durch den Qualitätspakt Lehre begonnenen Anstrengungen zur Förderung und Verbreitung innovativer Hochschullehre fort. Neben der wissenschaftsgeleiteten Förderung von Projekten insbesondere zur strategisch-strukturellen Stärkung der Hochschulen in Studium und Lehre und zu aktuellen, themenbezogenen Herausforderungen in Studium und Lehre soll auch die Organisation des länderübergreifenden Austauschs und der Vernetzung sowie der Wissenstransfer unterstützt werden. 

Zur Verwirklichung der Ziele und zur Umsetzung des Aufgabenportfolios soll eine rechtlich unselbständige Organisationseinheit an einer bestehenden Trägerinstitution eingerichtet werden. Eine geeignete Trägerinstitution soll in einem Interessensbekundungsverfahren durch die GWK ausgewählt werden. 

Die von der GWK getroffene Vereinbarung wird den Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern zur abschließenden Entscheidung am 6. Juni 2019 vorgelegt.

Zum Herunterladen:

Innovation in der Hochschullehre: Pressemitteilung der GWK vom 3. Mai 2019: PDF-Datei 

Die Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern gemäß Artikel 91 b Absatz 1 des Grundgesetzes über Innovation in der Hochschullehre wird nach dem 6. Juni 2019 hier online abrufbar sein.

Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern gemäß Artikel 91 b Absatz 1 Nummer 2 des Grundgesetzes über ein gemeinsames Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre vom 18. Oktober 2010: PDF-Datei

Richtlinien des BMBF zur Umsetzung des gemeinsamen Programms des Bundes und der Länder für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre vom 10. November 2010 (Förderbekanntmachung): PDF-Datei