Forschungsbauten, Großgeräte und Nationales Hochleistungsrechnen an Hochschulen

International wettbewerbsfähige Forschung erfordert vielfach erhebliche Investitionen in geeignete Forschungsinfrastrukturen, die insbesondere an Hochschulen nicht aus der institutionellen Grundfinanzierung heraus geleistet werden können.


Forschungsbauten und Großgeräte

Seit Mai 2007 fördern Bund und Länder deshalb Investitionen in Forschungsbauten an Hochschulen einschließlich Großgeräten. Von 2007 bis heute wurden insgesamt 160 Forschungsbauvorhaben mit einem Gesamtvolumen von ca. 4,7 Mrd. Euro in die gemeinsame Förderung aufgenommen. 

Im November 2018 hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) nach einer erfolgreichen Evaluierung des Programms durch eine Expertenkommission beschlossen, die Förderung von Forschungsbauten und Großgeräten an Hochschulen fortzusetzen. Bis zum 31. Dezember 2018 erfolgt die Förderung noch nach der Ausführungsvereinbarung Forschungsbauten und Großgeräte (AV-FuG). Ab 1.Januar 2019 erfolgt die Realisierung von großen Forschungsinvestitionsvorhaben an Hochschulen (Forschungsbauten) von besonderer wissenschaftlicher Qualität und überregionaler Bedeutung auf der Grundlage der Ausführungsvereinbarung zur Förderung von Forschungsbauten, Großgeräten und des Nationalen Hochleistungsrechnens (AV-FGH). 

Entsprechend dem forschungsfördernden Programmprofil werden die Anträge für Forschungsbauten durch den Wissenschaftsrat auf ihre Qualität überprüft. Auf Grundlage seiner Empfehlungen entscheidet die GWK über die Förderung. Alle beantragten Großgeräte in Forschungsbauten werden von der DFG bewertet.

Anträge zur Förderung von Großgeräten an Hochschulen, die nicht im Rahmen von Forschungsbauten beantragt werden, werden ebenfalls von der DFG begutachtet, die auch abschließend über die Bewilligung entscheidet. 

Für die Förderung von Forschungsbauten stehen künftig 401 Mio. Euro und für die Förderung von Großgeräten 170 Mio. Euro jährlich zur Verfügung. Diese Mittel werden hälftig durch den Bund und das jeweilige Sitzland bereitgestellt. 


Nationales Hochleistungsrechnen

Mit dem Nationalen Hochleistungsrechnen entwickeln Bund und Länder die fachlichen und methodischen Stärken von Hochleistungsrechenzentren in einem nationalen Verbund weiter. Forschende an Hochschulen sollen deutschlandweit und bedarfsgerecht auf die für ihre Forschung benötigte Rechenkapazität zugreifen können. Dafür stellen Bund und Länder gemeinsam insgesamt bis zu 62,5 Mio. Euro jährlich bereit, mit denen die Beschaffung und der Betrieb der geförderten Rechenzentren über einen Zeitraum von grundsätzlich jeweils zehn Jahren finanziert werden. Weiterförderungen sind jedoch möglich.

Bund und Länder begegnen mit dieser Förderung der zunehmenden Nachfrage nach Wissenschaftlichem Rechnen sowie den digitalen Anforderungen zukunftsgerichteter Wissenschaft. Dazu zählt auch die koordinierte Aus- und Weiterbildung der Nutzerinnen und Nutzer, insbesondere des wissenschaftlichen Nachwuchses, innerhalb des Verbundes. Die Vorbereitungen für das wissenschaftsgeleitete Auswahlverfahren beginnen 2019.

Zum Herunterladen:

Ausführungsvereinbarung zum GWK-Abkommen über die gemeinsame Förderung von Forschungsbauten, Großgeräten und des Nationalen Hochleistungsrechnens an Hochschulen (AV-FGH) vom 26. November 2018: PDF-Datei

Einzelheiten der Ausgestaltung der Verfahren zur Förderung von Forschungsbauten, Großgeräten und des Nationalen Hochleistungsrechnens an Hochschulen nach der AV-FGH – FGH-Verfahrensgrundsätze vom 26. November 2018: PDF-Datei

Liste der nach AV-FuG geförderten Forschungsbauten: PDF-Datei

Endbericht der Expertenkommission zur Evaluierung der gemeinsamen Förderung von Forschungsbauten und Großgeräten an Hochschulen, Dezember 2017: PDF-Datei

Ausführungsvereinbarung über die gemeinsame Förderung von Forschungsbauten an Hochschulen einschließlich Großgeräten, − Ausführungsvereinbarung an Hochschulen einschließlich Großgeräten (AV-FuG) −  vom 24. Juni 2016: PDF-Datei